ÖG @ ÖKT – Das Ökumenische Gymnasium auf dem Ökumenischen Kirchentag 2003
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[Grafik: Karikatur zur Ökumene]
Abendmahlsstreit im Ökumenischen Rat der Kirchen



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[Foto: Lichtshow auf dem Kirchentag in Leipzig]
Gottesdienste können auch anders aussehen - wie diese Lichtshow auf dem Kirchentag in Leipzig zeigt.



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Der erste Ökumenische Kirchentag endete vor 5551 Tagen am 1. Juni 2003. Seit dem Schlussgottesdienst vergingen 7.998.060 Minuten (das sind 133.301 Stunden).




Presse15. 8. 2018
Einigkeit macht stark ...

... auch wenn die Obrigkeiten noch nicht mitkommen: Ein Schlusswort zum Ökumenischen Kirchentag

Nun ist der Kirchentag vorbei – was wird jetzt aus dem Kirchenalltag? Und was aus dem Hauptthema zwischen Katholiken und Protestanten – dem gemeinsamen Abendmahl, das ja nun nicht gefeiert werden konnte?

Man kann diese Frage auf zwei Ebenen diskutieren, je nach dem, ob man es aus der Perspektive der Theologie-Vergessenheit oder aus der Theologie-Versessenheit betrachtet.

Man kann also, soviel zur Theologie-Vergessenheit, sagen: Die theologischen Differenzen wie die jeweils besonderen Lehre von den Kirchen und ihren Ordnungen – das finde ich alles so, ja: entweder unwichtig oder unverständlich, dass man das an sich Unverständliche oder Unwichtige dann auch genauso gut gemeinsam machen kann. Die Gemeinsamkeit im Irrelevanten – an der kann ich für meine persönliche Auffassung eigentlich nichts finden. Wenn etwas irrelevant ist, dann würde ich es nicht mit jemandem gemeinsam machen, sondern lieber gemeinsam unterlassen.

Man kann aber, und dies mit viel größerem Recht sagen (und zwar als von der Theologie und ihrer eigentlichen Wurzel Besessener): Das, was die Kirche (und das Abendmahl als ihrer besonderen Ausdrucksform) ausmacht, ist in jedem Fall so viel größer als das, was die Kirchen jeweils aus ihm machen, dass gegenüber der ursprünglichen jesuanischen Einladung zum Herrenmahl die Sonderkonditionen der einzelnen Kirchentümer allenfalls ein relatives Recht behalten können, wenn sie es nicht schon verspielt haben.

Mein Eindruck ist nun, dass die offiziellen Kirchen und Kirchenlehren ein einziges gemeinsames Abendmahl auf Jahrhunderte nicht zustande bringen werden. Die Kirchen zerfallen inzwischen einerseits in solche, die alle Christen, die in ihren eigenen Kirchen zum Abendmahl gehen dürfen, auch bei sich als Gäste willkommen heißen, und andererseits solche, die so etwas nicht denken können oder mögen. Das erste trifft für die evangelischen Kirchen zum Beispiel in Deutschland, ja in Europa zu – das zweite für die römisch-katholische Kirche.

Theoretisch kann man darüber betrübt sein. Das Interessante auch an diesem Ökumenischen Kirchentag war nun dieses, dass die beiden Kirchenvölker unter dem Unlösbaren praktisch gar nicht leiden. Wenn ich mich nicht sehr täusche, gehen Katholiken wie Protestanten da, wo es nahe liegt, zum Abendmahl, wie es der Situation entspricht – und dies ohne langes Fragen nach oben und ohne schlechtes Gewissen, übrigens auch ohne jede Gedankenlosigkeit: Mal so, mal so ... Jedenfalls habe ich auf näheres Befragen niemanden aus den beiden Konfessionen getroffen, der es nicht so hält. Und mir geht es selber kaum anders ...

Und was hat das nun mit dem Ökumenischen Kirchentag zu tun? Dieses interkonfessionelle Festival hat im Grunde nur das eine immer wieder gezeigt: Es gibt zwar unterschiedliche kirchliche Milieus, aber die Unterschiede sind innerhalb der Milieus deutlicher als zwischen ihnen. Die Gemeinsamkeit ist jedenfalls so stark geworden, die alten Klüfte und Festungswälle sind geschleift worden. Man trifft sich in diesem gemischt-konfessionellen Deutschland (in Europa in dieser Gestalt inzwischen ein schöner Sonderfall!), wie sich’s ergibt – und feiert auch so. Mit anderen Worten: An der Basis hat sich ein modernes, flexibles, ja sogar vorbildliches Miteinander ergeben, das man auch als solches feiern kann, selbst wenn die Hierarchien noch nicht überall, vielleicht sogar nie mitkommen werden. Manchmal gibt’s der Herr den Seinen eben wirklich im Schlaf und nicht zuerst den – wenn man das so sagen darf, ohne niemandem zu nahe zu treten – Wachhunden.

Autor: Robert Leicht
Quelle: Die Zeit, Nr. 23
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[Foto: Margot Käßmann]
Die niedersächsische Landesbischöfin Margot Käßmann sprach über die Abendmahlsfrage.


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In der Rubrik Tagesberichte erzählen alle Kirchentagsfahrer unserer Schule von ihren Erlebnissen und Erfahrungen auf dem Ökumenischen Kirchentag und versuchen, ihn begreifbar zu machen.



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[Foto: Plakatwerbung des Ökumenischen Kirchentages]
Kaum zu übersehen war die Werbung für den ÖKT - aber leider nur in Berlin.



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[Grafik: Sondermarke des Ökumenischen Kirchentages]
Der Ökumenische Kirchentag bekam eine eigene Sondermarke zu 55 Cent.



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Alle, die eine Veranstaltung auf dem ÖKT 2003 nicht besuchen konnten oder den Text nochmal nachlesen möchten, können sich viele der Beiträge auf der offiziellen ÖKT-Webseite ansehen, herunterladen oder ausdrucken.



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[Foto: Programmheft des Ökumenischen Kirchentages]
720 Seiten umfasste allein das Programm des ÖKT. Lesen kannst du es auf der Webseite des Ökumenischen Kirchen- tages.



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Insgesamt fuhren 25 Lernende oder Lehrende des ÖG nach Berlin. Davon sind 20 Schülerinnen, drei Schüler und zwei Lehrer.
Eine Liste mit allen Kirchentagsfahrern des ÖG findest du in der Rubrik „Die Gruppe“.


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1. Korinther 16,14


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