ÖG @ ÖKT – Das Ökumenische Gymnasium auf dem Ökumenischen Kirchentag 2003
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[Grafik: Karikatur zur Ökumene]
Abendmahlsstreit im Ökumenischen Rat der Kirchen



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In der Rubrik Bücher stellen wir Literatur zu Ökumene, Kirchentag und Religion allgemein vor.



Betrachten

[Foto: Menschenmenge auf einem Kirchentag]
Loveparade? - Nein, Kirchentag!



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Der erste Ökumenische Kirchentag endete vor 5380 Tagen am 1. Juni 2003. Seit dem Schlussgottesdienst vergingen 7.750.894 Minuten (das sind 129.182 Stunden).




Presse25. 2. 2018
Die Einheit bekommt ein markantes Gesicht

Hohe Erwartungen haben die Vorbereitungen zum Ökumenischen Kirchentag begleitet. Viele sind erfüllt worden. Sicherstes Indiz dafür ist die nicht erwartete Teilnehmerzahl von über 200 000 Menschen. Daran gemessen ist das Ganze schon jetzt mehr als die Summe seiner Bestandteile: Es machen sich mehr Menschen auf den Weg als zu Katholiken- und Kirchentagen je für sich. Berlin ist mehr als eine Etappe auf dem ökumenischen Weg.

Eine Erwartung, die des gemeinsamen Abendmahls, ist durch anhaltende Debatten überzüchtet worden, obwohl schon zu Beginn der Planungen feststand, dass dieser Schritt verfrüht und nicht zu erwarten war. Wichtig wird sein, dass das Interesse an der dazu nötigen Klärung der Amtsfrage nicht erlahmt, sondern der Dialog beharrlich fortgesetzt wird. Vor allem die wachsende Zahl konfessionsverschiedener Familien braucht eine Lösung. Doch auch die vielen Kirchengemeinden, die immer mehr gemeinsame Projekte beginnen, vom Gemeindefest bis zum ökumenischen Kirchenzentrum oder zum Krankenhaus in gemeinsamer Trägerschaft, erwarten Fortschritt, auch wenn er Zeit braucht. Stillstand wird nach Berlin keine Alternative mehr sein.

Mehr als 30 Jahre lang waren Katholiken- und Kirchentag mit ihrer eigenen Prägung bei Typ, Inhalten und Struktur jeweils zu Gast beim andern, aber pflegten ihr Profil: der um Fortschritt und Vermittlung bemühte Katholikentag und der der Kirche vorauseilende, mit Lust am Disput und um keine Kontroverse verlegene, die Grenzen auslotende Kirchentag. Der Anteil der Besucher aus der jeweils anderen Konfession wuchs beständig, seit auf dem Evangelischen Kirchentag 1965 in Köln mit dem Paderborner Erzbischof Lorenz Kardinal Jäger erstmals ein katholischer Bischof auf einem Podium vertreten war und im Folgejahr, auf dem Katholikentag in Bamberg 1966, mit Bischof Hermann Kunst erstmals ein evangelischer Kirchenführer. In den Jahren entstand ein Vorrat an Gemeinsamkeit. Trotzdem forderte das Berliner Treffen von beiden Veranstaltern, dem Kirchentag und dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken, ein geraumes Maß an Kompromissbereitschaft. Sie ist, wie das Programm und das Interesse ausweisen, kein Verlust, sondern ein Gewinn, eine Profilschärfung des ökumenisch Erreichten. Auch in der Komposition der Veranstaltungen, im Tableau der Mitwirkenden im Programm und an der Agora zeigt sich, dass das Ganze mehr ist als die Summe der Bestandteile.

In den rund 3000 Veranstaltungen wird deutlich, dass Ökumene ein gutes Stück des christlichen Alltags geworden ist. Gemeinsame Positionen, Publikationen und Aktionen der Kirchen, vor allem im Sozialbereich und bei den Lebenswissenschaften, haben ihre Entsprechung am Ort. Die Abendmahlsdiskussion verdeckt schnell, dass die Normalität zwischen den Konfessionen seit einer Generation nicht mehr von Abgrenzung und auch nicht mehr von einem beziehungsarmen Nebeneinander geprägt ist, sondern von Gemeinsamkeit, mindestens aber guter Nachbarschaft. Eine Generation, etwa die Zeit, seit der Deutsche Evangelische Kirchentag und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken sich zum ersten Mal zu einem gemeinsamen Treffen verabredeten, dem Ökumenischen Pfingsttreffen 1971 in Augsburg. Übrigens: Die Zahl von 400 Journalisten bei 8000 Teilnehmern lässt ahnen, wie außergewöhnlich dieses erste, die Konfessionsgrenzen überschreitende Treffen im öffentlichen Bewusstsein noch war. Und schon damals wurde angemahnt, die Bestrebungen zum gemeinsamen Abendmahl nicht durch einen bloßen Hinweis auf die Amtsfrage abzulehnen.

Das Berliner Motto "Ihr sollt ein Segen sein", abgewandelt entnommen aus einer Rede Gottes an Abraham, den Stammvater dreier Religionen, zeigt die Zielrichtung an, die die Ökumene nach Berlin nehmen muss: Es geht darum, dass Gemeinsamkeit ihren Sinn nicht in sich selbst erschöpft, sondern die Präsenz der christlichen Botschaft, ihre Prägekraft in der Gesellschaft, zu stärken. Das Miteinander macht die Kirchen glaubwürdiger bei der Bezeugung des Evangeliums. Dazu gehört auch, die bilaterale Ökumene noch stärker zu öffnen für die Vielfalt, die die mittlerweile 1,5 Millionen orthodoxen und eine halbe Million freikirchlichen Christen in Deutschland mitbringen. Einheit hat ein Ziel; sie trägt ihren Sinn nicht in sich selbst. Das Ziel wurde in dem vermächtnisgleichen Gebet Jesu, das Johannes überlieferte, formuliert: "Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir, so sollen auch sie in uns sein – damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast."

Man kann von den Tagen in Berlin erwarten, dass sie dazu einen Beitrag leisten.

Autor: Wolfgang Thielmann und Rudolf Zewell
Quelle: Rheinischer Merkur
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Erwarten
[Foto: Henning Scherf]
Der amtierende Bremer Bürgermeister Henning Scherf gestaltete den Kirchentag mit.


Fühlen

In der Rubrik Tagesberichte erzählen alle Kirchentagsfahrer unserer Schule von ihren Erlebnissen und Erfahrungen auf dem Ökumenischen Kirchentag und versuchen, ihn begreifbar zu machen.



Übersehen

[Foto: Plakatwerbung des Ökumenischen Kirchentages]
Kaum zu übersehen war die Werbung für den ÖKT - aber leider nur in Berlin.



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Wissen

[Grafik: Sondermarke des Ökumenischen Kirchentages]
Der Ökumenische Kirchentag bekam eine eigene Sondermarke zu 55 Cent.



Nachlesen

Alle, die eine Veranstaltung auf dem ÖKT 2003 nicht besuchen konnten oder den Text nochmal nachlesen möchten, können sich viele der Beiträge auf der offiziellen ÖKT-Webseite ansehen, herunterladen oder ausdrucken.



Ansehen

[Foto: Programmheft des Ökumenischen Kirchentages]
720 Seiten umfasste allein das Programm des ÖKT. Lesen kannst du es auf der Webseite des Ökumenischen Kirchen- tages.



Nachzählen
Insgesamt fuhren 25 Lernende oder Lehrende des ÖG nach Berlin. Davon sind 20 Schülerinnen, drei Schüler und zwei Lehrer.
Eine Liste mit allen Kirchentagsfahrern des ÖG findest du in der Rubrik „Die Gruppe“.


Leben
Jesus Christus: Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist.
Lukas 19, 10


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