ÖG @ ÖKT – Das Ökumenische Gymnasium auf dem Ökumenischen Kirchentag 2003
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[Grafik: Karikatur zur Ökumene]
Abendmahlsstreit im Ökumenischen Rat der Kirchen



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[Foto: Lichtshow auf dem Kirchentag in Leipzig]
Gottesdienste können auch anders aussehen - wie diese Lichtshow auf dem Kirchentag in Leipzig zeigt.



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Der erste Ökumenische Kirchentag endete vor 5469 Tagen am 1. Juni 2003. Seit dem Schlussgottesdienst vergingen 7.880.187 Minuten (das sind 131.336 Stunden).




Presse25. 5. 2018
Gelebte Ökumene: Dortmunder Modell

Ein Schild weist den Weg: "Katholisches Forum – Initiative für Menschen auf der Suche" steht an der Verbindungstür vom Foyer des Katholischen Zentrums in der Dortmunder Innenstadt zu den Büroräumen des Forums. "Unsere Einrichtung ist offen für Menschen, gleich welcher Konfession und Weltanschauung, die auf der Suche sind nach spirituellen Erfahrungen, nach Gemeinschaft, Sinn und Orientierung für ihr Leben", sagt Pater Helmut Kreuter vom Leitungsteam des Forums. "Unsere Arbeit ist ökumenisch angelegt, denn wir gehen davon aus, dass das Verbindende zwischen den Konfessionen bei weitem stärker ist als das Trennende. Und dass das, was augenscheinlich noch immer trennend ist oder innerhalb der Kirchen als trennend hochgehalten wird, letztlich etwas ist, was im Sinne einer ,versöhnten Verschiedenheit' eher eine Bereicherung darstellt als einen wirklichen Trennungsgrund."

Im Jahr 1984 wurde das "Katholische Forum Dortmund" auf Initiative des damaligen Erzbischofs von Paderborn, des im Juli 2002 verstorbenen Kardinals Degenhardt, gegründet. Das Ziel: ein pastorales Angebot zu schaffen in einer Großstadt, für eine säkulare Gesellschaft. Angesprochen werden sollen vor allem diejenigen, die sich von der Kirche entfernt haben; ein Prozess, der sich in beiden Kirchen vollzieht.

"Auch von daher ist unser Angebot ökumenisch zu verstehen", sagt Pater Heinz Goldkuhle vom Leitungsteam des Forums. "Zu Anfang hat man die Tragweite vielleicht noch nicht so erkannt – dass das Forum ein Bindeglied für Menschen unterschiedlicher konfessioneller Herkunft werden könnte. Das war ursprünglich nicht in dieser Form beabsichtigt, hat sich dann aber weiterentwickelt." So wurde das Forum im Laufe der Zeit zu einem übergemeindlichen und überkonfessionellen Angebot.

In der Gründungsurkunde von 1984 wurde das Wort "Katholiken" explizit nicht erwähnt. Es war zwar klar, dass das Forum eine katholische Initiative sein und deshalb natürlich auch in erster Linie Katholiken ansprechen sollte. Aber es verstand sich immer als "offen katholisch", wie Pater Goldkuhle sagt: "Katholisch heißt ja allumfassend. So sehe ich katholisch nicht als Abgrenzung gegenüber den evangelischen Kirchen, sondern als Begriff, in dem sich auch andere Konfessionen wiederfinden können."

Gottesdienste, Glaubenskurse, Foren zu religiösen Fragen, aber auch zu aktuellen gesellschafts- und kirchenpolitischen Themen gehören zum Programm des Forums. Geleitet wurde es in den ersten Jahren von Franziskanern; seit Anfang 1998 haben zwei Pallottinerpatres gemeinsam mit einer Theologin die Leitung übernommen. Wesentliche Elemente franziskanischer Spiritualität sind jedoch weiterhin prägend: Gastfreundschaft, Lebensfreude und Sensibilität für menschliche Nöte.

Das Leitungsteam erhält Unterstützung durch rund hundert ehrenamtliche Mitarbeiter, darunter auch evangelische Christen. Ein ökumenischer Dialog ergibt sich fast automatisch, denn jeder bringt ja seine spezifische Kirchenerfahrung und konfessionelle Prägung mit. Die Erfahrung des Miteinanders ist die Ebene, auf der sich dieser Dialog abspielt.

"Spirituelle Mitte" aber ist der Gottesdienst, zu dem das Forum einlädt: Samstag für Samstag kommen 450 Menschen und mehr in der Propsteikirche in der Dortmunder Innenstadt zusammen; manche von ihnen reisen schon seit Jahren regelmäßig aus Bochum, Duisburg, aus Hagen, Münster und Wetter an.

Im Forums-Gottesdienst versammeln sich Junge und Ältere, Familien mit kleinen Kindern, katholische und evangelische Christen. Jeder Gottesdienst steht unter einem Thema, an dem sich Predigt, Gebete und Auswahl der Lieder orientieren. Am Eingang werden die Besucher persönlich begrüßt, Liederhefte verteilt; Musik und Sprache spielen eine besondere Rolle – doch ist es unverkennbar ein katholischer Gottesdienst, in dem auch das Mysterium, das Sakrament seinen besonderen Raum hat und von dem sich auch evangelische Christen, egal ob aus lutherischen, reformierten oder freikirchlichen Gemeinden kommend, angezogen fühlen.

Vielleicht, so vermutet Pater Goldkuhle, "weil wir uns bemühen, die Gottesdienste so zu gestalten, dass jeder sie nachvollziehen kann. Alle sind eingeladen. Es geht einfach darum, Gebete, Symbole zu wählen, die allgemein nachvollziehbar sind. So kommt die Einladung auch bei vielen an." Wenn man sich mit Menschen nach dem Gottesdienst unterhält, dann wird gerade diese Offenheit, die Herzlichkeit und die froh machende Atmosphäre hervorgehoben. Eine Besucherin, die aus einer evangelisch-freikirchlichen Gemeinde stammt, sagt: "Für mich war das eine erste Kontaktaufnahme zur katholischen Kirche, aber ich habe mich hier sofort akzeptiert gefühlt. Und ich habe sehr viel über die katholische Kirche gelernt! Das fängt an mit der Gottesdienstordnung – die war für mich früher ein Buch mit sieben Siegeln. Aber auch vieles andere kann ich jetzt besser verstehen – durch Gespräche und das Miteinander mit anderen."

Gezielte Formen der Zusammenarbeit mit evangelischen Gemeinden gibt es auch, vor allem mit der Petri-Gemeinde. So finden in St.-Petri, einer der ältesten Dortmunder Stadtkirchen, jährlich die Karfreitags-Meditation des Katholischen Forums, die Messen zur Osternacht und zu Weihnachten statt. Das Forum beteiligt sich auch an der Gestaltung der "Ökumenischen Tagesandachten" in der evangelischen Reinoldi-Kirche: Jeden Nachmittag wird dort zu Bibellesungen, Gebeten und gemeinsamem Singen eingeladen.

Pater Helmut Kreuter sagt über das Forums-Konzept: "Unsere Idee besteht nicht darin, möglichst viel gemeinsam zu machen, also Aktionen, die immer evangelisch und katholisch sein müssen. Sondern wir wollen, dass katholische und evangelische Christen ihre je eigenen Traditionen leben, dabei aber offen bleiben für die andere Seite. Ökumene in diesem Sinne heißt: für die jeweils anderen zur Einladung zu werden. Also gehen wir genauso zu evangelischen Veranstaltungen, wie evangelische Christen zu uns kommen, damit wir wechselseitig das Unterschiedliche, das jeweils Spezifische erfahren können. Deshalb muss man sich nicht voneinander abgrenzen. Sondern man wird durchlässig füreinander und behält trotzdem sein eigenes Gepräge."

Ökumene, sagt Pater Kreuter, bedeute "Vielfalt, die trotzdem ein gemeinsames Fundament hat. Und wenn das einmal so selbstverständlich wird, dass es für jeden klar ist, dann bedeutet das eine wirkliche Bereicherung."

Autor: Anja Kordik
Quelle: Rheinischer Merkur
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