ÖG @ ÖKT – Das Ökumenische Gymnasium auf dem Ökumenischen Kirchentag 2003
[Quicklinks links ausrichten Quicklinks zentriert ausrichten Quicklinks rechts ausrichten Quicklinks ausblenden ]  Quicklinks:  Startseite · Tagesberichte · Hintergrund · Barrierefreiheit · Sitemap · Impressum

Überblicken


Einstellen

Schriftgröße:
ABCKlein
ABCNormal
ABCGroß
ABCSehr groß

Shortcuts anzeigen (Informationen).

Barrierefreie Version dieser Webseite aktivieren (Informationen).



Korrespondieren

Bei Fragen, Wünschen oder Vorschlägen:
oekt@oegnet.de



Suchen

Wer sucht, der findet. Auf oegnet.de zum Beispiel mit der Suchmaschine Google. Einfach das Suchwort in das untenstehende Feld eingeben und auf „Suchen“ klicken.





Verstehen

[Grafik: Karikatur zur Ökumene]
Die Schafe sind ihren Hirten in Sachen Ökumene weit voraus.



Finden

Eine Übersicht über alle Rubriken der ÖG @ ÖKT-Webseite findest du in der Sitemap.



Betrachten

[Foto: Abschlussgottesdienst 1981 im Berliner Olympia-Stadion]
Auf dem letzten Berliner Kirchentag (1981) vor dem ÖKT fand der Abschlussgottesdienst im Olympia-Stadion statt.



Zurückblicken

Der erste Ökumenische Kirchentag endete vor 5613 Tagen am 1. Juni 2003. Seit dem Schlussgottesdienst vergingen 8.087.365 Minuten (das sind 134.789 Stunden).




Presse16. 10. 2018
Der Harmoniedruck ist weg

Ein selbstverständlicher Umgang prägte das Miteinander von Protestanten und Katholiken beim ersten offiziellen bundesweiten Glaubenstreffen. Das war das eigentlich Erstaunliche in Berlin. Ins Auge sprang dabei auch, dass die Unterschiede inzwischen um vieles offener angesprochen, ausgetragen und ertragen werden als bei ökumenischen Treffen früherer Jahre, bei denen eher kritiklose Harmonie und unhinterfragte, oberflächliche Einigkeit zelebriert wurden.

Insbesondere um das von vielen Medien hochgespielte Reizthema „gemeinsames Abendmahl“ wurde ebenso ernsthaft und kontrovers wie ausgewogen und differenziert gerungen. Sozusagen wissenschaftlich untermauert wurde dieser Eindruck aus vielen Foren und Podien durch den evangelischen Theologen Ulrich Körtner (Wien). Bei einem Forum zum Thema „Kirchenspaltung – Schuld? Ökumene – Segen?“ rief Körtner das Ende der Konsensökumene und den Beginn der Differenzökumene aus. Nach wie vor gebe es zwischen Protestanten und Katholiken unterschiedliche Konzeptionen von dem, was Ökumene bedeute. Diese Unterschiede müsse man sich klar machen und überlegen, wie man mit ihnen produktiv umgehen könne. „Wir brauchen neue Modelle von Einheit und Gemeinschaft“, forderte Körtner.

Keine Hoffnung setzt der Wiener Professor mehr auf weitere Lehrgespräche: „Auf diesem Weg sind wir an eine Grenze gestoßen“, so Körtner wörtlich. Mit einem „schönen Aneinandervorbeireden“ könne er sich nicht abfinden.

Pfiffe aus dem Publikum

Mehr Hoffnung vermittelten da die Theologen Sabine Demel (Regensburg), Eva-Maria Faber (Chur) und Peter Cornehl (Hamburg) bei einer gleich in zwei Hallen überfüllten Podiumsveranstaltung zum Thema „Abendmahl“. Unabhängig von ihrer Konfession brachten sie neue Anstöße ins Gespräch und empfahlen „Zwischenschritte“, die das in der Ökumene bereits Erreichte demonstrieren sollten: Übereinstimmend sprachen die drei Ökumene-Experten sich unter starkem Beifall dafür aus, die Annäherung der Konfessionen in solch sichtbaren Zeichen der Glaubenspraxis auszudrücken. Zugleich riefen sie unter Buhrufen und Pfiffen aus dem Publikum zur Geduld auf.

Für den emeritierten Direktor des Straßburger Instituts für ökumenische Forschung, Harding Meyer, geht es in der heutigen Diskussion nicht mehr um das rechte Verständnis, sondern um den rechten Vollzug des Abendmahls. Eine volle Verständigung sei immer noch nicht erreicht. Eines der schwierigsten Probleme für den evangelisch-katholischen Dialog sei die Rolle des Bischofsamtes, das nach katholischer Auffassung zum Sakrament der Einheit, der Eucharistie, wesentlich dazugehöre. Meyer wies darauf hin, dass Katholiken wie Lutheraner heute gemeinsam daran glaubten, dass Jesus Christus in der Eucharistie wirklich, also nicht nur symbolisch gegenwärtig sei. Er empfahl den Kirchen, diese Übereinstimmung trotz unterschiedlicher Auffassungen über die Rolle der Amtsträger in einer gemeinsamen Erklärung zum Ausdruck zu bringen.

Der Bischof von Rottenburg-Stuttgart, Gebhard Fürst, hob hervor, dass die ökumenische Situation für ihn ein Schmerz und eine offene Wunde sei. Andererseits warnte er davor, den Stachel im Fleisch, den die ungeklärte Abendmahlsfrage darstelle, zu schnell herauszuziehen, weil er bei den offenen Problemen nach vorne treibe.

Der Stachel tut gut

Gäbe es diesen Stachel nicht, dann würde sich in der Ökumene immer weniger bewegen. Auch müsse die Taufe als Ausdruck der Einheit der Christen immer stärker in den Blick kommen.

Wie tief und existenziell die Trennung am Tisch des Herrn in das persönliche Leben von Menschen eingreift, wurde anhand der Umfrage der beiden Zeitschriften „Chrismon“ und „Christ in der Gegenwart“ deutlich. Dabei stellte sich heraus, wie unterschiedlich die Zugänge zum Abendmahl beziehungsweise zur Eucharistie sein können.

Verbindend ist aber für eine sehr hohe Zahl von kirchengebundenen Christen beider Konfessionen, dass die Eucharistie den Kristallisationspunkt ihrer christlich-kirchlichen Existenz bedeutet. Erst wenn in dieser Hinsicht alles „stimmt“, stellt sich bei ihnen das Gefühl ein: Ich bin in der Mitte des Glaubens angekommen.

Angesichts von so viel ernsthaftem Ringen räumte „Ökumenebischof“ Paul-Werner Scheele (Würzburg) ein, er sei „für jede Stunde dankbar“, die die Gemeinschaft am Tisch des Herrn früher erreicht werde.

Und Dorothea Sattler, katholische Ökumenikerin aus Münster, plädierte dafür, auch in katholischen Messen alle Gottesdienstteilnehmer aus dem Kelch trinken zu lassen und den Kommunionempfang in einem Kreis einzuführen, wenn das gewünscht werde.

Die evangelische Seite ermunterte Sattler umgekehrt zu einem sorgsamen Umgang mit den übrig gebliebenen Gaben Brot und Wein.

Autor: Gerd Felder
Quelle: Rheinischer Merkur
Vorheriger ArtikelZur ArtikelübersichtNächster Artikel


Erwarten
[Foto: Anselm Grün]
Auch auf diesem Kirchentag war der Benediktinermönch und bekannte Schriftsteller Anselm Grün mit dabei.


Fühlen

In der Rubrik Tagesberichte erzählen alle Kirchentagsfahrer unserer Schule von ihren Erlebnissen und Erfahrungen auf dem Ökumenischen Kirchentag und versuchen, ihn begreifbar zu machen.



Übersehen

[Foto: Plakatwerbung des Ökumenischen Kirchentages]
Kaum zu übersehen war die Werbung für den ÖKT - aber leider nur in Berlin.



Verändern

Die letzten Änderungen wurden durchgeführt in den Rubriken Impressum, Kontakt und Startseite.



Wissen

[Grafik: Sondermarke des Ökumenischen Kirchentages]
Der Ökumenische Kirchentag bekam eine eigene Sondermarke zu 55 Cent.



Nachlesen

Alle, die eine Veranstaltung auf dem ÖKT 2003 nicht besuchen konnten oder den Text nochmal nachlesen möchten, können sich viele der Beiträge auf der offiziellen ÖKT-Webseite ansehen, herunterladen oder ausdrucken.



Ansehen

[Foto: Programmheft des Ökumenischen Kirchentages]
720 Seiten umfasste allein das Programm des ÖKT. Lesen kannst du es auf der Webseite des Ökumenischen Kirchen- tages.



Nachzählen
Insgesamt fuhren 25 Lernende oder Lehrende des ÖG nach Berlin. Davon sind 20 Schülerinnen, drei Schüler und zwei Lehrer.
Eine Liste mit allen Kirchentagsfahrern des ÖG findest du in der Rubrik „Die Gruppe“.


Leben
Der Herr ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit.
2. Korinther 3,17


Copyright 2003 (Jan Philipp Fiedler und Ansgar Gilster) Weitere Informationen in Impressum und Disclaimer