ÖG @ ÖKT – Das Ökumenische Gymnasium auf dem Ökumenischen Kirchentag 2003
[Quicklinks links ausrichten Quicklinks zentriert ausrichten Quicklinks rechts ausrichten Quicklinks ausblenden ]  Quicklinks:  Startseite · Tagesberichte · Hintergrund · Barrierefreiheit · Sitemap · Impressum

Überblicken


Einstellen

Schriftgröße:
ABCKlein
ABCNormal
ABCGroß
ABCSehr groß

Shortcuts anzeigen (Informationen).

Barrierefreie Version dieser Webseite aktivieren (Informationen).



Korrespondieren

Bei Fragen, Wünschen oder Vorschlägen:
oekt@oegnet.de



Suchen

Wer sucht, der findet. Auf oegnet.de zum Beispiel mit der Suchmaschine Google. Einfach das Suchwort in das untenstehende Feld eingeben und auf „Suchen“ klicken.





Verstehen

[Grafik: Karikatur zur Ökumene]
Die Schafe sind ihren Hirten in Sachen Ökumene weit voraus.



Lesen

In der Rubrik Bücher stellen wir Literatur zu Ökumene, Kirchentag und Religion allgemein vor.



Betrachten

[Foto: Der diesjährige Kirchentag wurde am Brandenburger Tor eröffnet]
Der diesjährige Kirchentag wurde am und ums Brandenburger Tor mit einem Gottesdienst eröffnet. Zu dem anschließenden „Abend der Begegnung“ fanden sich Unter den Linden 400.000 Menschen ein.



Zurückblicken

Der erste Ökumenische Kirchentag endete vor 5469 Tagen am 1. Juni 2003. Seit dem Schlussgottesdienst vergingen 7.880.176 Minuten (das sind 131.336 Stunden).




Presse25. 5. 2018
Inbegriff des Mystagogen

Fast auf den Tag genau dreißig Jahre ist es her, dass Papst Paul VI. und Papst Schenuda III. bei ihrer als historisch bezeichneten Begegnung in Rom die seit dem Konzil von Chalzedon (451 nach Christus) stillgelegte Beziehung der altorientalischen Kirchen mit den „chalzedonensischen Kirchen“ wieder aufgenommen haben. Diesem Treffen von 1973 vorausgegangen war ein denkwürdiger Termin in Wien. Schenuda, dem 117. Nachfolger auf dem Stuhl des Apostels Markus, war es 1971 bei inoffiziellen Gesprächen der Stiftung Pro Oriente mit der „Wiener Christologischen Formel“ gelungen, die Glaubensübereinstimmung der bisher als häretisch bezeichneten altorientalischen Kirchen hinsichtlich der Lehre von den beiden Naturen in Christus – „ganz Mensch und ganz Gott“ – mit den Schwesterkirchen begrifflich darzustellen.

Damals hatte Patriarch Schenuda, so erzählte er jetzt bei einem Zwischenstopp in Wien, die Freundschaft mit Kardinal König begonnen, der ihn mehrmals in Kairo und im Kloster besuchte (in dem er aus politischen Gründen Jahre der Verbannung zubrachte). Bei seinem zweiten Besuch in Wien 1998 hatte das Oberhaupt der Kopten gemeinsam mit den Kardinälen König und Schönborn den Grundstein für eine neue Kirche gelegt. Da aber die Kopten damals in Österreich nur als Bekenntnisgemeinschaft (wie die Zeugen Jehovas) anerkannt worden seien, habe er alle Dialoge eingestellt.

Nun ist die koptisch-orthodoxe Kirche in Österreich staatlich anerkannt. Damit wurde „einer der ältesten christlichen Kirchen die Anerkennung verschafft, die sie von Anfang an hätte bekommen sollen“, sagte Kardinal Schönborn.

Wiener Formel

Bischof Anba Gabriel, zuständig für Österreich und die Schweiz, wird demnächst in einem früher der Erzdiözese Wien gehörenden Schloss ein monastisches Zentrum gründen. Das wäre ein großes Hoffnungszeichen. Gerade darin, dass das Mönchtum aus Ägypten stammt und über die Heiligen Pachomius und Cassian zu Benedikt von Nursia und damit nach Europa gelangte, scheint eine große Chance für eine monastisch angelegte Wiedervereinigung der getrennten Kirchen zu liegen.

Es bleibt noch einiges zu tun. 1988 wurde die erste Dialogphase mit der offiziellen Übereinkunft zur Christologie abgeschlossen. Die „Wiener Christologische Formel“ von 1971: „Wir glauben, dass unser Gott und Erlöser, Jesus Christus, Gottes Fleisch gewordener Sohn ist; vollkommen in seiner Gottheit und vollkommen in seiner Menschheit. Seine Gottheit war von seiner Menschheit keinen einzigen Moment, nicht einen Augenblick getrennt. Seine Menschheit ist eins mit seiner Gottheit, ohne Vermischung, ohne Vermengung, ohne Teilung, ohne Trennung“, ist für alle Vereinbarungen zwischen orientalisch-orthodoxen und anderen Kirchen als Modell benutzt worden.

Im künftigen Gespräch wird es um die Gottesmutter Maria gehen, um den Heiligen Geist und – „das ist das Schwerste“, so Schenuda – um die Frage des Primates. Für ihn wäre es nicht notwendig, ein Gesamtoberhaupt aller Kirchen zu haben. Sie sollten einander dienen, wie der Herr sagte, miteinander für den Aufbau des Reiches Gottes auf Erden arbeiten und gegenseitig Liebe üben. Er habe aber Papst Johannes Paul II. bei seinem Besuch in Kairo aufrichtig als großen Hirten der universellen Kirche empfangen.

Legendäre Predigten

Der Patriarch hat den Wirkungskreis der koptisch-orthodoxen Kirche stark ausgeweitet, vor allem durch sein Bildungsprogramm: An zahlreichen Orten Ägyptens wurden Sonntagsschulen eingerichtet, Katecheten ausgebildet. Seine wöchentlichen Katechesen in der Markuskathedrale von Kairo sind legendär, Tausende kommen, auch Muslime. Er ist der Inbegriff des Mystagogen, ein Meister der Einweihung in das Mysterium der Kirche. Gerade dies wird in unseren Breiten oft vermisst. Vielleicht ist das der Hauptgrund für das wachsende Interesse an der koptischen Kirche, ihrer Glaubenspraxis, ihrer monastischen Tradition?

Papst Schenuda III. besucht auch den Kirchentag in Berlin. Beim ökumenischen Eröffnungsgottesdienst, den Bischof Anba Damian am 28. Mai um 18 Uhr in der koptischen Kirche am Roedeliusplatz im Stadtteil Lichtenberg zelebriert, hält Schenuda die Predigt. Neben lebendigen koptischen Gemeinden gibt es in Deutschland zwei koptische Klöster in Waldsolms-Kröffelbach und bei Höxter-Brenkhausen – dort ist auch der Sitz von Bischof Anba Damian. Es sind Zentren ökumenischer Gastfreundschaft.

Schon in der Frühzeit des Christentums haben Kopten unsere Heimat besucht, wenn auch nicht freiwillig: Die Bonner Stadtpatrone Cassius und Florentinus, der heilige Gereon in Köln, der heilige Mauritius, die Kirchenlehrer Athanasius und Kyrill – sie alle waren Kopten!

Bis heute leben die Kopten als Minderheitenkirche in Ägypten in einer ungesicherten Lage. Der fanatisierte Mob ist unberechenbar. Seit der Amtsübernahme von Präsident Mubarak in den späten achtziger Jahren ist aber nach immer wieder aufflammendem Terror nun eine spürbare Besserung eingetreten. Zeichen dafür ist sicher auch die kürzlich erfolgte Anerkennung des Weihnachtsfestes als staatlicher Feiertag. Nach dem Vorbild der Freundschaft zwischen Papst Schenuda III. und Imam Tantawi, der obersten Lehrautorität der sunnitischen Welt, bemühen sich Kopten um brüderliche Beziehungen mit Muslimen.

Autor: Claudia Schneider
Quelle: Rheinischer Merkur
Vorheriger ArtikelZur ArtikelübersichtNächster Artikel


Erwarten
[Foto: Wolfgang Thierse]
Bundestagspräsident Wolfgang Thierse gestaltete den Kirchentag auch dieses Jahr wieder aktiv mit.


Verstehen

Die Rubrik „Hintergrund“ erklärt, warum, wie und womit wir diese Webseite gemacht haben.



Übersehen

[Foto: Plakatwerbung des Ökumenischen Kirchentages]
Kaum zu übersehen war die Werbung für den ÖKT - aber leider nur in Berlin.



Verändern

Die letzten Änderungen wurden durchgeführt in den Rubriken Impressum, Kontakt und Startseite.



Wissen

[Grafik: Sondermarke des Ökumenischen Kirchentages]
Der Ökumenische Kirchentag bekam eine eigene Sondermarke zu 55 Cent.



Nachlesen

Alle, die eine Veranstaltung auf dem ÖKT 2003 nicht besuchen konnten oder den Text nochmal nachlesen möchten, können sich viele der Beiträge auf der offiziellen ÖKT-Webseite ansehen, herunterladen oder ausdrucken.



Ansehen

[Foto: Programmheft des Ökumenischen Kirchentages]
720 Seiten umfasste allein das Programm des ÖKT. Lesen kannst du es auf der Webseite des Ökumenischen Kirchen- tages.



Nachzählen
Insgesamt fuhren 25 Lernende oder Lehrende des ÖG nach Berlin. Davon sind 20 Schülerinnen, drei Schüler und zwei Lehrer.
Eine Liste mit allen Kirchentagsfahrern des ÖG findest du in der Rubrik „Die Gruppe“.


Leben
Wir haben einen Gott, der da hilft und den Herrn, der vom Tode errettet.
Psalm 68, 21


Copyright 2003 (Jan Philipp Fiedler und Ansgar Gilster) Weitere Informationen in Impressum und Disclaimer