ÖG @ ÖKT – Das Ökumenische Gymnasium auf dem Ökumenischen Kirchentag 2003
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[Foto: Menschenmenge auf einem Kirchentag]
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Der erste Ökumenische Kirchentag endete vor 5551 Tagen am 1. Juni 2003. Seit dem Schlussgottesdienst vergingen 7.998.061 Minuten (das sind 133.301 Stunden).




Presse15. 8. 2018
Der treue Begleiter des Kirchentags

Während sich auf den zahlreichen Bühnen des Kirchentags ein vielschichtiges Programm abspielt, sitzt der interessierte Zuschauer davor und lauscht gespannt. Manchmal sitzen die Massen stundenlang gebannt so da. Wer möchte schon aufstehen und gehen, wenn Gerhard Schröder, Joschka Fischer, Harald Schmidt oder Alice Schwarzer erzählen? Zugegeben, einige würden wohl schon wollen. Nach so langer Zeit des Sitzens tut der dafür bestimmte Körperteil doch ein wenig weh. Interessant ist beim Kirchentag in Berlin allerdings, worauf überhaupt gesessen wird.

Wenn alle Besucher weg sind, es still geworden ist auf der Messe und sich nur noch ein paar Nachtwächter auf dem Messegelände herumtreiben, sieht man vieles mit anderen Augen. Zum Beispiel die großen Hallen, in denen außer einer nett dekorierten Bühne, einigen Müllstationen und vielen, vielen Papphockern nichts steht. Die gleichmäßigen Reihen der braunen Kartons fallen erst jetzt, ohne die Menschen, auf. Doch sie gehören genauso zum Kirchentag wie die gelben Schals der Besucher und roten Tücher der Helfer. Mittlerweile sind die wandelbaren mobilen Sitzgelegenheiten zu echten Kultobjekten geworden. „Vor allem ein möglichst vielfacher Gebrauch der Hocker war mir wichtig“, schreibt Friedrich Karl Barth, der Erfinder des Papphockers auf die Frage in seinem Essay „Wie der Papphocker zum Kirchentag kam.“ Das Konzept ist voll aufgegangen. Auf mehreren Hockern lässt sich schlafen, sie können als Bänke, Bücherregale oder Theken zusammengebaut werden. Die ersten Hocker, die es 1975 in Frankfurt auf einer Liturgischen Nacht auf dem Kirchentag gab, waren noch verbesserungswürdig – es passten keine LPs hinein. Die nächsten Hocker wurden also etwas größer. Außerdem sind die Papphocker seit einigen Jahren durch Pappstreben verbunden. Der Grund dafür ist die Regelung, dass Saalbestuhlung verlattet sein muss.

Die größte Veränderung ist immer noch in der Anzahl der Sitzkisten vorgegangen. 1975 bestellte man noch 2 500 Exemplare bei der Verpackungsfirma Stabernack, erzählte Heinz Steege, „der Mann, der den Papphocker zur Erfolgsstory machte“. Für den Ökumenischen Kirchentag in Berlin wurden 75 000 Stück geordert. Zum Aufbauen von etwa 50 000 Sitzgelegenheiten haben dann bis zu 120 Personen drei Tage lang gebraucht.

Aufgebaut haben die HAKAs. „HAKAs ist abgeleitet von Harte-Kern-Helfer.“ Ungefähr 450 Personen reisten bis zu zwei Wochen vor dem Kirchentag an und bauten mit auf – zum Beispiel Unmengen von Papphockern. Für ihren täglichen Einsatz, der mal 14, oder auch mal 24 Stunden dauerte, bekamen die fleißigen Helfer ihre Fahrtkosten erstattet. Wobei so viel Einsatz wohl eher mit Spaß und einer gut funktionierenden Gemeinschaft als mit Geld zu erklären ist.

Ein Abbau-Problem hatte man dank eines guten Konzeptes eigentlich nie: Zum Müllrock von Peter Janssen bauten die Besucher der letzten Veranstaltungen ihre Sitze ab und gaben sie zusammengefaltet am Hallenausgang ab. Oder nahmen sie für eine Spende von einem Euro pro Hocker mit nach Hause. Als Einrichtungsgegenstand erfreuen sie sich mittlerweile größter Beliebtheit – auf dem letzten Kirchentag in Frankfurt wurden 45 000 abgegeben. Auch viele Gemeinden und Vereine haben sich schon mit dem mobilen Möbel eingedeckt.

Anfängliche Schwierigkeiten der Behelfssitze wurden relativ bald überwunden. Die ersten Pappsitze mussten immer wieder zeitaufwändig genehmigt werden, weil man befürchtete, sie wären brandfördernd. In Hamburg wurden die Hocker dann vom Brandschutz getestet und man fand heraus, dass die Leipziger Buchmesse deutlich brandgefährdeter sei als der Kirchentag durch die Hocker. Obwohl sie aus unbehandelter Pappe sind, brennen sie nicht, sondern glühen nur. Die Pappwürfel sind extrem stabil. Sie halten dank der Verstrebung nicht nur mehreren Tagen Kirchentag stand, sondern auch tollenden Kleinkindern und schweren Lasten. Das einzige, was dem Hocker etwas anhaben kann, ist Wasser.

Da der Papphocker sich so gut bewährt hat und so belieb geworden ist, werden wir diesen treuen Begleiter des Kirchentages wohl auch in zwei Jahren wiedersehen – Bis dann!

Autor: Gesche Roy
Quelle: Yaez
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[Foto: Margot Käßmann]
Die niedersächsische Landesbischöfin Margot Käßmann sprach über die Abendmahlsfrage.


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[Grafik: Sondermarke des Ökumenischen Kirchentages]
Der Ökumenische Kirchentag bekam eine eigene Sondermarke zu 55 Cent.



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[Foto: Programmheft des Ökumenischen Kirchentages]
720 Seiten umfasste allein das Programm des ÖKT. Lesen kannst du es auf der Webseite des Ökumenischen Kirchen- tages.



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Insgesamt fuhren 25 Lernende oder Lehrende des ÖG nach Berlin. Davon sind 20 Schülerinnen, drei Schüler und zwei Lehrer.
Eine Liste mit allen Kirchentagsfahrern des ÖG findest du in der Rubrik „Die Gruppe“.


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2. Korinther 3,17


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