ÖG @ ÖKT – Das Ökumenische Gymnasium auf dem Ökumenischen Kirchentag 2003
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[Grafik: Karikatur zur Ökumene]
Die Schafe sind ihren Hirten in Sachen Ökumene weit voraus.



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[Foto: Abschlussgottesdienst 1981 im Berliner Olympia-Stadion]
Auf dem letzten Berliner Kirchentag (1981) vor dem ÖKT fand der Abschlussgottesdienst im Olympia-Stadion statt.



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Der erste Ökumenische Kirchentag endete vor 5379 Tagen am 1. Juni 2003. Seit dem Schlussgottesdienst vergingen 7.750.684 Minuten (das sind 129.178 Stunden).




Presse24. 2. 2018
Was ist Ökumene?

Ist der Kirchentag in Berlin nun ökonomisch oder ökumenisch? Klar, die Berliner Wirtschaft wird auch etwas angekurbelt. Aber vor allem soll er den Ökumenen etwas bringen: der Einheit der Christen. Das Wort Ökumene ist griechisch und bedeutet ursprünglich „Die ganze bewohnte Erde“. „Später ist damit das Römische Reich gemeint, wo Christen leben. Da gibt es noch keine verschiedenen Kirchen. Damals ist ökumenisch also das, was bei allen Christen offiziell im Glauben und Leben gilt“, sagt Matthias Fenski, Pfarrer einer katholischen Gemeinde in Berlin-Spandau.

Im Christentum gibt es sowohl die Protestanten als auch die Katholiken. Obwohl beide Seiten mehr ihre Gemeinsamkeiten betonen, gibt es doch noch einige Unterschiede.

Im Zentrum des evangelischen Gottesdienstes steht die Predigt und hinter der Predigt die sorgsame Auslegung der Bibel. Sie ist die Achse, um die sich alles dreht. Katholiken hingegen richten sich nach den verbindlichen Auslegungen der Bibel durch den Vatikan.

Auch glauben sie, dass das Blut und der Wein heiliges Symbol für den Leib und das Blut Christi sind. Die reformierten Kirchen hingegen sehen in Brot und Wein nur Erinnerungszeichen. Jeder katholische Priester ist von einem Bischof geweiht, der seine Weihe auf die Apostel (Petrus) zurückführt. Evangelische Pfarrer werden von den Gemeinden eingesetzt. Katholiken sehen im Papst den Nachfolger Petri und Stellvertreter Christi. Oberhaupt der evangelischen Kirche ist eine Synode, ein Bischof oder Präsident.

Katholische Priester dürfen nicht heiraten, Frauen keine Priester sein. Bei Protestanten ist beides möglich. Menschen katholischen Glaubens kennen sieben Sakramente: die Taufe, die Kommunion, die Firmung, die Beichte, die Krankensalbung, die Ehe und die Priesterweihe. Protestanten verstehen nur Taufe und Abendmahl als Sakrament.

In den katholischen Gemeinden gibt es noch viele Leute, die der Vereinigung mit den Protestanten höchst misstrauisch gegenüber stehen. „Man merkt es daran, wie sie eine Kirche betreten, wie sie vor dem Gottesdienst miteinander quatschen und vor allem, wie sie mit dem Abendmahl umgehen“, so Hanna Renate Laurien, Berlins ehemalige Schulsenatorin „wenn die gewandelte Hostie weggeräumt wird ein Brötchen, dann tut das einem katholischen Herzen richtig weh.“

Dieser Kirchentag bedeutet „ein hohes Risiko, denn Bedenkenträger gibt es überall“, meint Hans-Christian Knuth, leitender Bischof der evangelisch- lutherischen Kirche Deutschlands. „Aber die Chancen, dass etwas Positives, Segensreiches herauskommt, sind viel größer als die Risiken“, hält der Berliner Kardinal Georg Sterzinksy entgegen.

Dennoch „verbindet uns mehr als uns trennt“ – lautet das ökumenische Grundbekenntnis von der Basis in den Gemeinden bis in die Höhen der Synoden und Bischofskonferenzen. Christen verschiedener Konfessionen feiern, diskutieren und arbeiten miteinander: Die Ökumene lebt vor Ort in Gruppen und Gemeinden und erlebt besondere Höhepunkte wie jetzt auch den ersten ökumenischen Kirchentag. Seit etwa 100 Jahren engagieren sich Christen ökumenisch. Und es werden immer mehr. Ökumene interessieren sich nicht nur für die eigene Familie, die eigene Gemeinde oder Kirche. Sie setzen sich für die Einheit unter den verschiedenen Christen weltweit ein. Sie beten und singen, diskutieren und arbeiten. Auch versuchen sie gegenseitiges Verständnis zu wecken und Brücken zu bauen. Sie suchen Versöhnung mit Gott und untereinander und arbeiten für Gerechtigkeit und Frieden. In Deutschland steht die Ökumene der evangelischen und katholischen Kirche im Vordergrund. Gemeindemitglieder kennen sich, treffen sich zu besonderen Anlässen, Pfarrerinnen und Pfarrer predigen in den Gottesdiensten der anderen Konfessionen, Brautleute verschiedener Konfessionen lassen sich evangelisch und katholisch trauen.

gesehen ist Ökumene also auch eine Sache des Überlebens für die Kirchen, für Christen und für Menschen überhaupt“, ergänzt Pfarrer Matthias Fenski. Dennoch, wann nun genau welcher Pfarrer welchem Gläubigen welche Hostie reichen darf, interessiert im christlichen Alltag immer weniger. Und während die Kirche über mögliche Gemeinsamkeiten für die Zukunft berät, macht die Basis, was sie will und ist glücklich damit. Weiterhin verlassen aber auch jedes Jahr 100 000 Menschen die Kirchen, weil sie ihnen nicht mehr trauen.

Nichtchristen, aber auch für viele Christen mit loser Kirchenbindung sind viele der strittigen Fragen nicht leicht nachzuvollziehen. In ökumenischer Verbundenheit stehen die Kirchen vor der Aufgabe, den Glauben gegenwartsnah auszudrücken, Unterschiede dabei nicht zu verschweigen aber auch das Verbindende nicht zu vernachlässigen.

Fixierung auf die Ökumene behindert den Blick darauf, was Christen in Deutschland tun müssten, um ihrer Verantwortung gegenüber Gott und den Menschen gerecht zu werden. Nämlich sich gemeinsam und viel ernster als bisher für Frieden und Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung einsetzen, wie sie selbst immer wieder fordern. Und immer noch weiß auf dem Kirchentag niemand, wohin eine engere Verbindung von katholischer und evangelischer Kirche nach 500 Jahren der Trennung führen soll. Man kann kein Einheits- Christentum planen, wenn es kaum noch Glaubensinhalte sind, die die Kirchen trennen, sondern vorrangig die erlebten Wohlfühlfaktoren. Warum können dann nicht Lutheraner, Katholiken und Methodisten kleine Filialen einer himmlischen Zentrale sein? Immerhin gibt es in der Politik ein Multikulti, wieso dann kein Multireligiös? „Der heilige Geist erinnert daran, dass Christus am Kreuz für alle Menschen gestorben ist“, sagt Pfarrer Matthias Fenski. Und wenn er eines nicht wollte, dann war es, dass sich seine Jünger auch nach 2000 Jahren darüber streiten, welche Gewohnheiten und Rituale sie trennen. Stattdessen wäre es eine Idee, die Energien zusammen zu legen und Gottesdienste künftig gemeinsam zu feiern. Ist der Kirchentag nun ökumenisch oder ökonomisch? Weil der Kirchentag ökumenisch ist, muss er auch ökonomisch sein. Matthias Fenski sagt noch: „Denn in der einen Kirche und der einen Menschheit muss es auch um Gerechtigkeit in der globalisierten Wirtschaft gehen.“ Also Christ sein mit Weltdimension.

Autor: Claudia Kurkin
Quelle: Yaez
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[Grafik: Sondermarke des Ökumenischen Kirchentages]
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[Foto: Programmheft des Ökumenischen Kirchentages]
720 Seiten umfasste allein das Programm des ÖKT. Lesen kannst du es auf der Webseite des Ökumenischen Kirchen- tages.



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Insgesamt fuhren 25 Lernende oder Lehrende des ÖG nach Berlin. Davon sind 20 Schülerinnen, drei Schüler und zwei Lehrer.
Eine Liste mit allen Kirchentagsfahrern des ÖG findest du in der Rubrik „Die Gruppe“.


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Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben, dass ihr immer reicher werdet an Hoffnung durch die Kraft des heiligen Geistes.
Römer 15, 13


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